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Ohne Titel, 2018, 60 x 50 cm,
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Kleines Blau, 2019, Acryl auf
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Rosa Knacks, 2019, Acryl auf
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Kippendes Quadrat in Grün wie
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2x Gelb, 2018, Acryl auf
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Blau- Rot, 2017, 49 x 60 cm,
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Complementarities, 2019, 60x
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Durchblick,
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Gelbrotblau, Holzcollage,
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Grau-gelb, 2018, 80 x 60 cm,
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Großes
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Zitronengelb, 2017, 80 x 60
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Smaragd, 2018, 100 x 80 cm ,
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ohne Titel, 2018, 80 x 60 cm,
Kurzbiografie

1963

Geb. in Middelfart, Dänemark


Aktuell

Lebt und arbeitet in Dachau


1985-90

Studium an der Det Fynske Kunstakademi, Odense, Dänemark


1990-93

Studium der Malerei an der AdBK München bei Prof.
Manfred Hillmann




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"Meine Arbeiten verbinden in einem vielgestaltigen Formenvokabular Gegensätze wie malerische Sensibilität mit einer formalen Strenge. In einem Wechselspiel zwischen farbigen Flächen und energetischen Formen entstehen imaginäre Räume und vibrierende Farbschwingungen. Seit 1995 halte ich Natureindrücke und Ideen in meinen Arbeitsbüchern fest, abstrahiere und verfeinere sie zu nonfigurativen Kompositionen, autonomen Bildern und seit 2016 neuerdings auch zu Objekten."


Inge Jakobsen
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Inge Jakobsen & Hirofumi Fujiwara

Vernissage:
Freitag, 22. März 2019 um 18:00 Uhr
Ausstellung:
Sa, 23. März 2019 bis Fr, 26. April 2019
Ausstellungsort:
Neuturmstr. 2 | 80331 München



„Der Betrachter ist im Bild.“*
Wolfgang Kemp

Die gefärbte Wahrnehmung

Schönheit? Kunst? Form? Farbe? Keiner dieser Begriffe, die wir täglich, oft beiläufig benutzen und mit denen wir zu beschreiben suchen, was wir „betrachten“, lässt sich genau bestimmen. Längst sind die wissenschaftlichen Disziplinen der Gehirnforschung auf der Suche nach Antworten zu den Fragen unserer visuellen Wahrnehmung und die Kunstwissenschaften befassen sich mit dem Verfahren der Rezeptionsästhetik, welche annimmt, dass die Bedeutung der Bilder erst im Prozess der Wahrnehmung und in der Wechselwirkung des Betrachtenden unter Einfluss seiner evolutionsgeschichtlichen und kulturellen Prägungen hergestellt wird.
In der aktuellen Ausstellung mit den Arbeiten von Inge Jakobsen und Hirofumi Fujiwara zeigen wir zwei Künstler, die unsere subjektiv gefärbte Wahrnehmung auf sehr unterschiedliche Art und Weise herausfordern.

Dass eine Farbe ohne Licht nicht wahrgenommen werden kann, ist bekannt, aber auch ohne Form ist das Sehen der Farbe nach Meinung der Wissenschaftler nicht möglich. „Denn um Farbe zu konstruieren, muss das Gehirn den Lichteinfall auf verschiedenen Flächen miteinander vergleichen,“* sagt Semir Zeki, ein wichtiger Vertreter der Neuroästhetik in einem Interview zum Thema der Wahrnehmung.
Mit dem Phänomen der Interaktion von Farbe und Form befasst sich die Künstlerin Inge Jakobsen.
In einem vielgestaltigen Formenvokabular verbindet ihre Kunst Gegensätze, wie malerische Sensibilität und formale Präzision. In einem Wechselspiel zwischen farbigen Flächen und energetischen Formen entstehen Kompositionen, die imaginäre Räume und vibrierende Farbschwingungen entstehen lassen.
In ihren aktuellen Arbeiten, die teils aus Holz und teils aus geformter Leinwand gebaut sind, wird das Thema der Ergänzung und Dualität von Form und Farbe, von Licht und Dunkel und letzten Endes von allen Gegensätzen, die nicht ohne einander wirken können, künstlerisch hinterfragt. „Ich empfinde meine Bilder und Objekte als Rechenstücke, Rätsel oder Kabalen, die aufgehen müssen,“* schreibt die Künstlerin. Doch welche Rätsel geben ihre Farbintensiven und zugleich konkret anmutenden Arbeiten auf? Welche Wirkung haben Sie auf unsere Wahrnehmung oder umgekehrt?

Die naturalistischen, anthropomorphen Skulpturen von Hirofumi Fujiwara evozieren wiederum die Frage nach der Reaktion unserer Perzeption auf die für uns vertrauteste Form, nämlich nach dem menschlichen Abbild.
Seine Skulpturen sind keine Abbildungen der Individuen mit charakteristischen Zügen. Ätherisch, beinahe geschlechtslos, aber eindringlich in ihrer stillen Präsenz appellieren sie an die Aspekte der Vertrautheit und Fremdheit zugleich. Das Unergründliche im menschlichen Wesen, das eine unbegrenzte Möglichkeit an Interpretationsansätzen bietet, ist der Grund der Auseinandersetzung des Künstlers mit der figürlichen Darstellung. Denn diese Gegebenheit lässt das Sehen der Gestalten von Hirofumi Fujiwara zu Gänze im Auge des Betrachters. Ein Jeder, je nach eigenen Sehgewohnheiten, kulturellen Prägungen und Weltanschauungen wird in diesem ästhetischen Exemplar des Menschen, einen Eigenen zu erkennen glauben.

Tinatin Ghughunishvili-Brück | Kunsthistorikerin & Kuratorin München


*KEMP, WOLFGANG: Der Betrachter ist im Bild, Kunstwissenschaft und Rezeptionsästhetik, Berlin 1992
*Semir Zeki im Interview mit Stefan Klein,
ZEITMAGAZIN NR. 2/20192. JANUAR 2019, 16:49 UHR EDITIERT AM 7. JANUAR 2019, 20:48 UHR
*Artist Statement, Inge Jakobsen, 2019