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Geisterkopf bei Nacht, 2020,
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Astronautenschrank, 2018,
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Durch zerbrochene Nächte
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Clouds, 2019, Beton, Gips und
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I'll be with ghosts and snakes
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Silbernauten I und II, 2019,
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Silverclouds, 2019, Beton,
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Blue Cloud, 2021 60 x 35 x 35
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Noise, 2021 50 x35x35 cm Gips
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Silver Sphinx, 2019 10 x 30 x
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Silver Ghost, 2021 37 x 25 x
Biografie

Daniele Dell'Eva geb. 1989

Lebt und arbeitet in Würzburg, Deutschland

Ausbildung

2013 - 2018

Diplom - Freie Kunst, Schwerpunkt Bildhauerei
an der Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe
bei Professor Stephan Balkenhol

2010 - 2013

Ausbildung zum Holzbildhauer an der Städtische Berufsfachschule für das Holzbildhauerhandwerk, München         

Ausstellungen

2021

Galerie Filser&Gräf mit Daniele Dell´Eva

2020

“The fragile Edge” Majolika Galerie in Karlsruhe
“Covid19 Diaries” Lovaas in München

2019

“Uncommon Collection” TGB Art-Window in München
“Top-19 Meisterschüler” in der Sammlung der
Städtischen Galerie Karlsruhe

2018

„GGGift“, Unterurban Projektraum in Berlin (solo)
„Nachts allein im Atelier #5“, Evelyn Drewes Galerie in Hamburg
„Ingredienti“, Luis Leu in Karlsruhe
„Bor.astat“, Offspace in Berlin

2017

„Regionale 18 OOO Object Oriented Ontology“, Kunsthalle Basel
„Knotenpunkt 17“, Affenfaust Galerie in Hamburg
„Affordable Art Fair“, Evelyn Drewes Galerie in Hamburg
„171 Jahre Kunst in Hamburg“, Affenfaust Galerie in Hamburg
„Watchlist I/2017“, Evelyn Drewes Galerie in Hamburg (solo)


2016

„Veni Vidi“, Evelyn Drewes Galerie in Hamburg
„Körper 2.0“, Wilhelm-Fabry-Museum in Hilden
„Des Freundes Neue Kleider“, Villa Gellertstraße Offspace in Karlsruhe

2015

„Bes3tzt“, Ciao Studierenden Gelerie auf Zeit in Karlsruhe
„Muggesturm am Müggelsee“, Galerie alte Schule in Berlin

2014

Schöne neue Welt“, POLY Produzentengalerie in Karlsruhe


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"Meine Skulpturen entstehen ohne Modell oder Vorlage. Sie sind nicht als Porträts zu verstehen, sondern vielmehr das Produkt meiner Gedankenwelt. Sie entstehen aus dem naiven Gedanken, dass es naheliegt, ein Gesicht oder eine menschliche Form herzustellen, da unser Körper uns am nächsten ist und von jedem sofort als zugänglich und verständlich wahrgenommen wird. Durch das Material und die verschiedenen Herstellungsprozesse nehmen sie unterschiedliche Genauigkeit der menschlichen Form an oder entfernen sich wieder von der eigentlichen Form.
Die Bildhauerei ist für mich stark an die Materialität gebunden. Sie befindet sich immer im realen Raum und ist sehr nahe am Herstellungsprozess. Deswegen bleiben Gussformen und die Arbeitsspuren der Hände und Werkzeuge stehen.
Durch Farbe und Pigmente werden Gesten in der Skulptur herausgehoben und festgehalten.
Meine Arbeiten haben oft einen mystischen Charakter. Ich nutze mystische und archaische Formen, um eine bestimmte Stimmung herzustellen, die ich in Trap, Techno der Musik oder in romantischen Bildern (wie von Gustave Doré) wiederfinde und diese vermischen sich mit meiner eignen Welt."

Daniele Dell'Eva
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Ana Pusica & Daniele Dell'Eva" style="padding-left:10px;" />

Ana Pusica & Daniele Dell'Eva

Vernissage:
Freitag, 12. November 2021 um 17:00 Uhr
Ausstellung:
Fr, 12. November 2021 bis Fr, 17. Dezember 2021
Ausstellungsort:
Galeriestraße 6 |  80539 München



In einem fast rituellen Wiederholungsakt taucht Ana Pusica ihre verfremdeten Selbstporträts in einen eruptiven Pigmentchaos, um im Prozess des Malens diese wieder zu einer figürlichen Darstellung zu zähmen. Daniele Dell´Eva beschreibt den Entstehungsprozess seiner Skulpturen als eine Annäherung und Entfernung von der menschlichen, „eigentlichen“ Form, einer Form, die uns am nächsten, am bekanntesten und zugänglichsten sei, einerseits. Andererseits ist menschliche oder zumindest vermenschlichte Erscheinung in der Kunstgeschichte das Motiv schlechthin. Ein Hinweis auf das Verstehen wollen der eigenen Existenz und des Phänomens des Menschseins im Allgemeinen. Gewiss hat auch das anthropozentrisches Weltbild unserer Zivilisation maßgeblich zu der Dominanz des Motivs beigetragen.
Die immerwährende Auseinandersetzung der Philosophie, der Theologie und der Kulturgeschichte mit diesem Gegenstand ist ein fortwährender Diskurs, mit unzähligen Ebenen. Ein Thema, das ständiger Diskussion bedarf und keiner Argumentation wirklich standhält. 
Beschränkt man sich auf die Geschichte der menschlichen „Darstellung“ ab dem 20. Jahrhundert, so findet man auch in diesem relativ überschaubaren zeitlichen Abschnitt zahllose unterschiedliche Interpretationsversuche. Dennoch findet sich ab dem Anfang des 20. Jahrhunderts eine Tendenz der Abstraktion im Sinne von Dekonstruktion, Fragmentierung und Neuerschaffung, daher der intellektuellen Manifestation des  Hinterfragens auf der bildlichen Ebene. Ein Prozess, der in anderen Disziplinen auf eine philosophische und kultische Ebene viel früher, spätestens seit der Antike weltweit stattfand.
Der Grad der Abstraktion der analogen und digitalen Auseinandersetzung mit der menschlichen, (oder mit der eigenen) Erscheinung in der zeitgenössischen visuellen Kunst variiert ebenfalls stark. Die anthropomorphe Form kann die Ambivalenz des Verhältnisses der äußeren statischen Hülle und dem inneren Fluidum darstellen, kommunizieren und zugleich zum reinen Mittel zum Zweck als formaler Ausgangspunkt instrumentalisiert werden. Zumal das Wort Ausgangspunkt auch eine gewisse Doppeldeutigkeit in sich birgt.
Die Gemälde von Ana Pusica und die Skulpturen von Daniele Dell´Eva entstehen in den sogenannten traditionellen Medien, bezugnehmend auf die avantgardistische De- und Neukonstruktion der lesbaren Formen. Dennoch sind ihre Bildsprachen und ihre inhaltliche Auseinandersetzung ausschließlich im zeitgenössischen Kontext zu verorten. Ihre jeweilige Herangehensweise kombiniert die individuellen  und universellen Aspekte  aus dem Fundus der Kultur-Philosophiegeschichte mit dem Selbstbewusstsein der zeitgenössischen Künstler*innen um die Gewissheit ihrer bewussten Subjektivität. So ist es angesichts der Gemälde der Künstlerin Ana Pusica kaum vorzustellen, dass die meisten ihrer Bilder eben diesen Ausgangspunkt, das Schema ihrer Kompositionen, in einer menschlichen Figur, und zwar in dem sogenannten „Selfie“ finden oder Daniele Dell´Eva Trap und Techno-Musik heranzieht, um eine bestimmte Stimmung in seinen Arbeiten herzustellen.
Ana Pusicas Arbeiten sind von starken, expressiven Gesten in charakteristisch dominanten Farben auf großen Formaten geprägt, die ihr eine intensive körperliche Mitwirkung abverlangen. Auf diese Weise ist die Künstlerin als Subjekt nicht nur auf intellektueller und emotionaler, sondern auch auf physischer Ebene in ihrem Werk präsent. Ihre überwiegend abstrahierten überdimensionalen Figurationen sind Selbstporträts, deren Bildsprache selbst-dialogisch, räumlich und fast monumental ist.
Interessanterweise ist die eigene physische Präsenz auf eine nicht selbst abbildende Weise auch für Daniele Dell´Eva charakteristisch. Die Abdrücke seiner Hände als Arbeitsspuren bleiben neben den Spuren der Werkzeuge auf den Objekten als Teil der Skulpturen erhalten. Durch Farbe werden wiederum diese Gesten der Berührung und der Herstellung hervorgehoben und festgehalten.
Seine Werke sind eng mit den Materialien verbunden, die er verwendet. Holz, Gips, Beton, Metall und Pigment werden zum Medium, um seinen künstlerischen Ausdruck in dreidimensionalen Objekten zu formulieren. Neuinterpretation und Reproduktion von archaischen und mystischen, im kollektiven Gedächtnis verankerten Symbolen, Zeichen und Metaphern vermischen sich in seinem Werk zu völlig neuen visuellen Welten.


Text:
Tinatin Ghughunishvili-Brück
München, November 2021

Foto: © Ana Pusica, Foto: Kilian Blees