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Chagall, 2013 - aus der Serie
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Chagall, 2013 - aus der Serie
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Albrecht Dürrer, 2013 - aus
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Albrecht Dürrer, 2013 - aus
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Gauguin, 2013 - aus der Serie
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Georgia O Keeffe, 2013 - aus
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Giacometti, 2013 - aus der
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Vincent van Gogh, 2013 - aus
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De(Konstruktionen), 2012 - C
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De(Konstruktionen), 2012 - C
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De(Konstruktionen), 2012 - C
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De(Konstruktionen), 2012 - C
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Filling Rooms, 2008 - C-Prints
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Filling Rooms, 2008 - C-Prints
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Filling Rooms, 2008 - C-Prints
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Filling Rooms, 2008 - C-Prints
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A und B Hörnchen, 2013 -
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Mann mit Fisch, 2013 -
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Ausflug, - Pappmaché,
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Persiflage auf die Tulpomanie
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Ikonen der Kunst - Francis
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Ikonen der Kunst - Frida
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Ikonen der Kunst - Caspar
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Ikonen der Kunst - Jackson
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Ikonen der Kunst - Beuys,
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Serie Nach Sander,
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Serie Nach Sander, Konditor,
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Serie Nach Sander, Brockmann,
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Serie Lost, Algerische
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Serie Lost, Dronte, C-Print
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Serie Lost,
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Serie Lost,
KURZBIOGRAFIE
1981

geboren in Kiel


2002

Beginn des Studiums der freien Kunst an der Muthesius-Hochschule, Kiel (bei Elisabeth Wagner, Ralf Weißleder, Else Gabriel, Thorsten Goldberg)


2006-2007

fünfmonatiger Aufenthalt in Glasgow


2008

Diplom bei Thorsten Goldberg
Aufnahme des Studiums der Freien Kunst, Klasse Intermedia bei Prof. Alba D´Urbano an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig


2012

Diplom an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig



AUSSTELLUNGEN
2013

Franziska Meinert und Christa Filser - Papierarbeiten, Galerie Filser & Gräf , München
Zwischenzeit - Gruppenausstellung, Galerie Filser & Gräf , München


2012

"SonderfART", whiteBOX e.V. mit der Galerie Filser & Gräf, München
Diplomausstellung, Kunstraum Liska, Leipzig


2011

“Jeunesse dorée” tamtamART, Berlin
kunstwerkSTADT, Pößneck


2010

“HGB Studienpreis 2010″ Gallery HGB Leipzig
“Touch me!” Galerie Sylvia Bernhardt, Wiesbaden
“Chain of Fools” HGB Academy of Visual Arts Leipzig
“Schlaflos geträumt vom Sammeln” Wohnung Sonja Rentsch, Bremen
IIIIIIIIIIII, Gängeviertel Kunsthaus Speckstraße, Hamburg


2009

Gottfried-Brockmann-Preis-2010-Ausstellung, Stadtgalerie Kiel
“Falscher Hase oder Vom Leben in den Wäldern” Galerie M, Berlin
“Das Böse ist ein Eichhörnchen” Landgericht, Leipzig


2008

“Weiße Nacht” Flandern-Bunker, Kiel
“Diorama” European Media Art Festival, Osnabrück


2007

“Abseits ’07″ Galerie Oel-Früh, Hamburg


2006

“Abseits ’06″ Kunsthalle zu Kiel
Art Club, Stadtgalerie Kiel


2005

“Kiel-Berlin-Junge Kunst aus zwei Hauptstädten” Kulturforum Schwimmhalle, Plön
“hors d´oeuvre” Brunswiker Pavillon, Kiel



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(De-)Konstruktionen, 2012
Fotografien
„Die Miniatur ist eine metaphysische Ausgleichsübung, sie gestattet uns, mit geringem Risiko
weltschöpferisch zu sein.“ (Gaston Bachelard)
Aus fragilem Material wie Pappe und Papier wurden Modelle gebaut und fotografiert, deren Vorlagen aus dem Internet entnommene Fotos sind und zerstörte, versehrte Bauten und Häuser zeigen, die verdeutlichen, dass nur die Kraft ausreichend groß genug sein muss, um die Fragilität jedweden Materials zu offenbaren. Unkommentiert, textlos lassen sie offen, ob die Verwüstungen Folge menschlichen Eingreifens oder von Naturkatastrophen sind.
Das Modell hat teil an der Wirklichkeit und weist im Bereich des Anschaulichen auf sie hin. Das Modell, eigentlich Bestandteil konstruktiver Vision oder rekonstruierender Rückschau, ist hier Gegenstand eines paradoxen Umstands: die Zerstörung ist Bestandteil der Konstruktion.
Die Bedeutung von Architektur als memento memoriae, als Gedächtnis- und Erinnerungsträger, ist viel beschworen. Immer wieder taucht diese Verbindung von gebautem Raum und Gedächtnis in Literatur, Kunst und vor allem als immanentes Thema der Architektur selbst auf.

Filling Rooms With Spaces, 2008
Serie von Fotografien, C-Prints
Modellräume von „white cubes“ (die im Realen gewöhnlich für Ausstellungen und Sammlungen genutzt werden) bilden fiktive Ausstellungsflächen, in die hinein Fotografien platziert wurden, die wiederum Modelle zeigen, welche in unterschiedlichen Kontexten Verwendung finden.
Die konstruierten Räume sind keine Nachbildungen real existierender räumlicher Strukturen, sondern modellhaft ausgeführte erdachte Räume, die gleichwohl inspiriert sind von Abbildungen musealer Örtlichkeiten. Die Fotos von den Modellen, die in die gebauten Räume integriert sind, stammen aus den unterschiedlichsten Bereichen und sind Nachbildungen von Fotografien, die allesamt Modelle zeigen (Nachbau eines Fotos, auf dem ein Modellhaus zu sehen ist; Nachbau einer Fotografie, die die modellhafte Darstellung eines Gerichts einer Tiefkühlkost-Versandfirma abbildet; Nachbau eines Filmstills aus „Godzilla“, welcher eine zerstörte Kulissenstadt zeigt; Nachbau eines Fotos, das einen Blick hinter die Kulissen aus dem Film „Playtime“ riskiert; Nachbau eines CD-Covers; Nachbau eines Raumes aus einem Ikea-Katalog; Nachbauten von Fotos der Mondlandung, welche (auch) simuliert wurde; Nachbau der Hollywood-Schriftzüge in den Hollywood Hills, die modellhaft für eine gesamte Industrie stehen).
Es werden Modelle konstruiert, die potentielle Räume eröffnen. Das jeweilige Modell wird ausdrücklich FÜR ein fotografisches Bild erstellt, es bildet also eine Art „Vorwirklichkeit“, die nach der Aufnahme so nicht mehr existieren wird.

Persiflage auf die Tulpomanie nach Jan Brueghel d.J., 2012
Leuchtkasten
Die Arbeit ist die Wiederauflage des Gemäldes „Persiflage auf die Tulpomanie“ von Jan Brueghel d.J., das um 1640 entstand und auf satirische Weise die erste gut dokumentierte Wirtschaftskrise in der Geschichte, die sogenannte „Tulpenmanie“, kommentiert.

In den dreißiger Jahren des 17. Jahrhunderts wurden die aus der Türkei eingeführten Tulpen- die aufgrund ihrer kurzen Blühdauer von April bis Juni ein Vanitas-Symbol sind- in den Niederlanden zum begehrten Spekulationsobjekt, das einen regelrechten Wahn auslöste; so kostete die zu damaliger Zeit teuerste Tulpe, die Semper Augustus (aufgrund eines Mosaikvirus mittlerweile ausgestorben), 1000 Gulden, nach heutigem Wert mehr als 1 Million Euro. 1633 wurde erstmals ein Haus für drei Tulpenzwiebeln verkauft. Als die Spekulanten dazu übergingen, Blumen zu handeln, deren Zwiebeln sich noch in der Erde befanden, und Schuldscheine ausstellten, brach der Markt zusammen. Die Tulpenmanie ist zur Metapher für Spekulationsblasen geworden.

Für die Neuinterpretation bzw. das Remake des Themas- das deutliche Parallelen zum heutigen Geschehen aufweist- mit zeitgenössischen Medien wurde Brueghels Gemälde modellhaft nachgebaut und fotografiert; der Leuchtkasten, der gemeinhin als Werbeträger fungiert und aus diesem Grund Bezug zum Konsum hat, beleuchtet die Szenerie, die die temporäre Wiederauflage von Krisen vor Augen führt.

Lost, 2009
Serie von Fotografien, C-Prints unterschiedlichen Formats
In dieser Arbeit wurden ausgestorbene Tiere als Modelle aus Pappmaché gebaut und anschließend in dioramenartigen Umgebungen fotografiert.
Diese Tiere sind für die Welt verloren, daher der Titel, und mit ihrer Auslöschung dem Vergessen preisgegeben. Die dargestellten Tiere existieren nicht als ausgestopfte Exemplare in Naturkundemuseen, lediglich Zeichnungen von ihnen sind vorhanden. Diese dienten auch als Vorlage für die plastische Gestaltung.
Die Arbeit thematisiert anhand konkreter Beispiele die Grenzlinie zwischen Künstlich- und Natürlichkeit, zwischen dem Erinnern und Vergessen und nicht zuletzt zwischen bildnerischer Dichtung und Wahrheit.

Nach Sander, 2005
Serie von analogen Fotografien, 13 x 18 cm, gerahmt
August Sander fotografierte exemplarisch Gesellschaftsschichten und Vertreter verschiedener Berufsgruppen, was seinen Porträts einen modellartigen Charakter verlieh. Seine „Menschen des 20. Jahrhunderts“ sind Vorlage für eine fotografische Nachstellung der Bilder anhand von Modellen; die Porträtierten wurden abermals porträtiert.
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»Eine Handlungsreise« Franziska Meinert und Christa Filser

Vernissage:
Freitag, 15. November 2013 um 18:00 Uhr
Ausstellung:
Sa, 16. November 2013 bis Do, 12. Dezember 2013
Ausstellungsort:
Galerie Filser & Gräf, Hackenstr. 5, München


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Die Künstlerinnen Franziska Meinert und Christa Filser arbeiten beide in unterschiedlichster Weise mit dem Medium Papier. Darüber hinaus hinterfragen sie „Schein und Sein“ in den Grenzen der Realität. Dabei begeben sie sich auf fiktive Erzählstränge, die den Betrachter in bekannte und neue Welten entführen.

Franziska Meinert arbeitet mit unterschiedlichen Techniken und Medien: Fotografie, Zeichnung, Malerei, Film und skulptural, wie bei ihrer Serie „Ikonen der Kunst“. Aus Pappmaché und Farbe kreiert die Künstlerin Abbildungen, besser gesagt Charaktere von Künstlern, die die Zeitgeschichte geprägt und bestimmt haben.

Auf Grund der unverwechselbaren Attribute, die man mit einzelnen Künstlern verbindet und den erstaunlich heraus gearbeiteten Gesichtszügen, blühen die Skulpturen von Franziska Meinert lebhaft im inneren Auge des Betrachters auf.
Aber Franziska Meinert geht es nicht darum ein „Ebenbild“ zu schaffen. Vielmehr ist es das Modellhafte, das sie reizt. Und so bleibt das Material Papier immer spürbar und erkennbar. Die porträtierten, bereits verstorbenen Künstler haben einen festen Platz in der Kunstgesichte gefunden. Franziska Meinert hebt diese Ikonen nun gewissermaßen als Miniaturenkabinett modellhaft auf Sockel mit Regalperspektive.

Eine weitere erstaunliche Serie der Künstlerin sind Ihre Fotografien der „Filling Rooms, White Spaces“. Die Fotografien zeigen Modellräume von „white cubes“. Diese sind jedoch von der Künstlerin fiktive konzipierte Ausstellungsflächen, in die hinein Fotografien platziert wurden, die wiederum Modelle zeigen, welche in unterschiedlichen Kontexten Verwendung finden. Es werden Modelle konstruiert, die potentielle Räume eröffnen. Das jeweilige Modell wird ausdrücklich für ein fotografisches Bild erstellt, es bildet also eine Art „Vorwirklichkeit“, die nach der Aufnahme so nicht mehr existieren wird.

Die Künstlerin Christa Filser arbeitet ebenso vielfältig und bedient sich verschiedener Gattungen. Doch ihr Augenmerk liegt derzeit auf den Besonderheiten und Einzigartigkeiten des Mediums Collage. Auffallend ist hierbei vor allem, dass sie dabei das Malerische ebenso gekonnt einsetzt wie die exakten und hochpräzise bearbeiteten Fundstücke aus Zeitungen, Hochglanzmagazinen und Büchern.

Zentral in Christa Filsers Arbeiten steht der Mensch, bzw. das Menschenbild. Das Porträt lässt die Künstlerin nicht mehr los. Doch verwirft sie hierbei alle klassischen Grundregeln und konzentriert sich auf das Beziehungsgeflecht zwischen der sich selbstdarstellenden Ästhetik und den wahren, zerrissenen, inneren Zuständen der porträtierten Person.

Christa Filser formuliert durch den Einsatz des Zeichnerischen, Malerischen und Collagenhaften ihr eigenes Bild vom menschlichen Erscheinungsbild, dessen Unzulänglichkeiten und dessen eigenartigem und anerzogenem Verhalten zur indoktrinierten Ästhetik.

Und so entstehen fiktive, hybride und surreale Wesen, die meist losgelöst vom malerisch abstrakt angelegten und farbig leuchtenden Hintergrund, getrennt von ihrer Umwelt und nur auf sich selbst reduziert, agieren.

Die subtile und teilweise skurrile Umsetzung des Alltags, gepaart mit humoristisch gekonnt gesetzten Akzenten und leuchtender Farbigkeit verleihen den Arbeiten eine optische Leichtigkeit und verlieren dennoch nie an inhaltlich tiefgehender Bedeutung. Christa Filsers Protagonisten sind gefangen im Wechselspiel zwischen Voyeurismus und Exhibitionismus – unserem heutigen allgegenwärtigen medialen Verständnis von Selbstinszenierung.