Sommerpause: 11. - 15. 08. 2020 
Body of Work 
Helge Leiberg |  Sibylle Czichon

Sommerpause: 11. - 15. 08. 2020

Body of Work

Helge Leiberg| Sibylle Czichon

Vernissage:
Donnerstag, 30. Jul 2020 um 11:00 Uhr
Ausstellung:
Fr. 31. Jul 2020 bis Fr. 04. Sep 2020
Ausstellungsort:
Galerie Filser & Gräf | Neuturmstr. 2 |  80331 München

Zwei Künstler, zwei Generationen, zwei künstlerische Positionen und dennoch gibt es einen zentralen Ansatz in den Arbeiten von Helge Leiberg und Sibylle Czichon, die eine Doppelausstellung und einen künstlerischen Dialog aufschlussreich, relevant und sehenswert macht.


Skulptur, Malerei und Zeichnungen des international renommierten Künstlers Helge Leiberg, dessen Werke in Sammlungen wie Getty-Museum L.A. USA, Sammlung Würth, Berlinische Galerie, u. v. a. vertreten sind und Malerei der Absolventin der Düsseldorfer Kunstakademie und der Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes Sibylle Czichon werden in der kommenden Ausstellung mit dem Titel Body of work gezeigt und thematisieren die Rolle des Körpers in der Findung und Formulierung des jeweiligen schöpferischen Universums.

„In der Bewegung des Menschen sucht er den Menschen, sucht er sich.“ Schreibt Dr. Dietrich Mahlow zu Helge Leiberg im Ausstellungskatalog „Zwischen Sprung & Fall“ im Jahr 1999 und tatsächlich der 1954 in Dresden-Loschwitz geborene Künstler Helge Leiberg widmet dem Ausdruck und der Unmittelbarkeit des menschlichen Körpers sein Schaffen. Sowohl seine Tuschezeichnungen und Leinwandarbeiten als auch seine Bronzeskulpturen erscheinen als kunstvoll geschwungene Schriftzeichen, welche durch ihre Form und Dynamik einiges über die gleichzeitige Perfektion und Verletzlichkeit unseres Daseins verraten.
Gestische Linien bilden charakteristische Figuren, die sich um sich winden, in wilden Tänzen, stets in Bewegung, auf der Suche nach Selbst und Welterkenntnis zugleich dem Ekstatischen hingegeben. Helge Leiberg gibt der Choreografie des menschlichen Lebens eine Farb- und Formintensität, die in ihren Variationen unerschöpflich zu sein scheint.

Die gestischen, kryptischen und zeichenhaften Spuren, die Sibylle Czichon auf die Bildträger einschreibt, folgen ebenfalls der eigenen Choreografie der Künstlerin, die in ihren Werken eine eigene physische Präsenz zum Grundduktus definiert. Anders als bei Helge Leiberg verzichtet sie gänzlich auf figürliche Hinweise und steht in einer weit gefassten Tradition des abstrakten Expressionismus.
Der Körper wird zum Instrument des künstlerischen Ausdruckes, gerichtet auf die Leinwand, ausgestattet mit Werkzeugen der Unmittelbarkeit, Selbstvergewisserung und Transformation. Die Konsequenz dieser Art der Annäherung an ihre großformatigen Arbeiten ist auch die Auflösung der statischen körperlichen Zustände wie die des Maßstabes oder der Frage, was das Schaffen eines Kunstwerkes von einem Künstler postuliert. „Die eine Konsequenz dieser Entdeckung ist, dass ich durch ein sehr großes Format der Leinwand meinen eigenen Körper vergrößern kann. Die andere Konsequenz ist die, dass ich nicht mehr male, was ich sehe, sondern wie ich mich bewege. Die Bewegungsspuren können als Bewegungszeichen gelesen werden. Sie haben den Charakter einer Choreografie.“ Schreibt die Künstlerin.




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