Fahar Al-Salih  &  Christa Filser

Fahar Al-Salih & Christa Filser

Online 24/7

Aktuell können Sie sich zwei virtuelle Ausstellungen mit Fahar Al-Salih und Christa Filser anschauen.

In Kooperation mit der Galerie Klinger & Me werden in der virtuellen Ausstellung "Baghdad Blues" des Künstlers Fahar Al-Salih bislang kaum in den Blickpunkt gerückte Arbeiten des gezeigt.


>> VIRTUELLE AUSSTELLUNG Fahar Al-Salih <<



Bei seinem letzten Besuch in Baghdad, der Heimatstadt seines Vaters, war der Künstler Fahar Al-Salih schockiert, wie sehr sich das Leben der Menschen und die Stadt in den letzten zehn Jahren verändert haben. Aus dieser Erfahrung entstand die faszinierende Serie von Fotoarbeiten mit dem Titel „Baghdad Blues“.
Der Titel ist dabei eine Beobachtung des Künstlers, dass den Menschen nach vielen Jahren des Leids die Freude abhanden gekommen ist und die Atmosphäre von einer unglaublichen Schwere aufgeladen ist. Fahar Al-Salih wollte die Stimmung der Menschen im Alltag einfangen. Andere Bilder aus der irakischen Hauptstadt zeigen als die von Panzern und Demonstrationen, die uns sonst von dort erreichen.

Immer wieder baut der Künstler über seine künstlerischen Arbeiten eine Brücke in den arabischen Raum. In der aktuellen Ausstellung zeigen wir einen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen. Der Künstler stellt die Lebensrealitäten dar, zeigt menschliche Verletzlichkeit und macht damit Kommentare zur Zeitgeschichte in den Krisengebieten der Welt.

Parallel zeigt Galerie Klinger & Me ausgewählte Collagen der Künstlerin Christa Filser aus den Jahren 2019 und 2020.

>> VIRTUELLE AUSSTELLUNG Christa Filser <<



Bei ihren Collagen inszeniert die Künstlerin nicht nur, sondern sie beobachtet und kommentiert durch ihr Bildpersonal vehement menschliches Leben und Verhaltensmuster. Der Weg zum Ziel führt über das Rollenspiel ihrer Protagonisten.

Die Bildwelt der künstlerischen Arbeiten Christa Filsers ist mit Phantasiegestalten, Comic- und Märchenfiguren bevölkert, die durch ihr Rollenspiel die Schauplätze des Tages nachspielen. Die Vorgehensweise der Künstlerin im Setzen auf die Skurrilität des Alltags ist so subtil, dass man den absurden Humor erst dann merkt, wenn man die Fiktionalität der Darstellung schon in sich mit Wirklichkeitswert angenommen hat. Die Intensität und Präsenz eines Zwischenraums, ein Dazwischen, welches sich in dem Spannungsfeld zwischen Realitätsanspielung und fiktionalem Sein erstreckt, lebt in den Collagen, Objekten und fotografischen Ideenentwürfen der Künstlerin auf.

Bei eingehender Beschäftigung mit den Werken der Künstlerin fällt auf, dass es einen deutlichen Unterschied gibt zwischen dem, was man oberflächlich und materiell sehen kann und dem, was sich darunter verbirgt.