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Fotografie aus der Serie
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Fotografie aus der Serie
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Fotografie aus der Serie
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Fotografie aus der Serie
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Fotografie aus der Serie
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Fotografie aus der Serie
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Paragone 1, Fotografie,
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Paragone 1, Fotografie,
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Paragone 1, Inkjet-Print
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Paragone 1, Inkjet-Print
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Paragone 1, Inkjet-Print
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Paragone 2, Inkjet-Print
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Paragone 2, Inkjet-Print
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Paragone 2, Inkjet-Print
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Paragone 2, Inkjet-Print
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Paragone 2, Inkjet-Print
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"Hermanns Haus" -
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"Hermanns Haus" -
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"Hermanns Haus" -
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"Hermanns Haus" -
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"Hermanns Haus" -
KURZBIOGRAFIE

1969

geboren in Aschersleben



1990 - 1994

Studium der Kunstgeschichte an der TU Braunschweig


1996 - 1997

Ausbildung Fotografie in Italien


seit 1999

Freier Fotograf und Künstler


2013

Gründungsmitglied der Gruppe THEMA



Lebt in Berlin und Reggio Emilia (Italien)



AUSSTELLUNGEN / AUSWAHL

2023

DANTE - Ein Bauer/Ein Mulitmedia-Projekt, Galerie Filser& Gräf, München, Einzelausstelung



2022


"La notte della fotografia", Piacenza, Gruppenausstellung



2021

"Un'idea di paese", Fortezza Firmafede, Sarzana, Grzuppenausstellung
"DANTE, un contadino", Teatro Sociale Luzzara, Einzelausstellung
"Not a single day", QUARANTAN9VE, Reggio Emilia, Präsentation
"New Post Photography", MIA, Milano, Gruppenausstellung
"New Post Photography", Monat der Fotografie, Bratislava, Gruppenausstellung
"Das Werk zum Sonntag", Online-Ausstellungsreihe, Gruppenausstellungen



2020

"Das Werk zum Sonntag", Online-Ausstellungsreihe, Gruppenausstellungen
"L'arte fa bene", Online-Benefiz-Aktion, Gruppenausstellung



2019

„Aufgeblüht und abgelichtet: Blumen in der Fotografie“, Städtische Galerie Stihl Waiblingen


2018

POINT OF VIEW mit Frank Bauer, Romulo Celdran u. Teresa Riba, Galerie Filser & Gräf, München (GA)
"Auslöschung", Lost Places Thüringen, Gruppenausstellung der Preisträger (1. Preis), Pößneck
1. Preis, Wettbewerb "Lost Places Thüringen"
"Forma", Gruppenausstellung, Castello di Sarzano, Casina


2017

Flashback, Galerie Filser & Gräf, München
Family Object Code, Einzelausstellung, Schwemme-Brauerei, Halle (Saale)
"On/Photography", Gruppenausstellung, On Arte, Biennale dell'immagine, Minusio (Schweiz)
Nominierung, Felix-Schoeller-Award 2017
Felix-Schoeller-Award 2017, Gruppenausstellung aller Preisträger und Nominierten, Osnabrück
"inner light", Einzelausstellung, MeWe, Galerie für Fotografie, Berlin


2016

"Souvenir Shop“, Galerie 8,75, Reggio Emilia, Einzelausstellung


2015

"Wohlverdient“, Club der polnischen Versager, Berlin, Einzelausstellung„Ein Blick“, Kunst Mitte 2015, Messe für zeitgenössische Kunst, Magdeburg, Einzelausstellung
„Made in Italy“, Galerie Lazisee, Lazise, Gruppenausstellung
Accrochage“, Galerie Filser & Gräf, München, Gruppenausstellung
VEB Backhefe“, Fotofestival Görlitz, 2015, Einzelausstellung
"NOI“, Musei Civici, Reggio Emilia, Einzelausstellung
"L'uovo e la croce“, Magazzini Criminali, Gruppenausstellung


2014

"EIN BLICK" bei Galerie Filser & Gräf, München


2013

"Stop Motion", Spazio km 129, Fotografia Europea 2013,(EA) "Vajont", Festival del Diritto, Piacenza, (GA)
"Il Paesaggio della Bonifica", Palazzo del Pio, Carpi, (GA


2012

"normale", Boorea Temporary Gallery, Fotogafia Europea 2012,(EA) "Walls", Galerie Kugelbahn, Berlin, (EA)
"Future - Landscape", Parco del Contemporaneo, Forte Marghera, Mestre (Venezia), (GA)
"Cinema", Magazzini Criminali, (GA)
"Workers in progress", Spazio km 129, Fotografia Europea 2012,(GA)
"Future - Landscape in DC", Blocco di Taibon, Dolomiti Contemporanee


2011

"Die Tiefe der Räume", Galerie Filser & Gräf, München
"San Lazzaro", Fotografia Europea 2011, Reggio Emilia, Katalog "Verde, bianco, rosso", Electa
"Liberi tutti", Magazzini Criminali, Cavazzone (Viano)
"grafie - immagini dell´architettura", Loggia del Grano, Mantova
"grafie 2", Fiera Millenaria di Gonzaga,
"Walls", Magazzini Criminali, Festival della Filosofia, (EA)


2010

“3x il té delle 5“, Galleria Magazzini Criminali, Sassuolo (GA)
“Tra Terra e Acqua“, Musei della Bonifica, Boretto, Video-Portraits (GA)
“1. Persone“, Spazio Gerra, Reggio-Emilia (GA)


2009

"fondo vivo", Chiesa della Madonna, Castelnovo Sotto, (EA)
"walk of art", Galleria Magazzini Criminali, Sassuolo (RE), (GA)
"übersehen", Fotografien 2004 - 2009, Galerie Filser & Gräf, München, (EA)
"Wohlverdient" und "10 Sekunden Nacht", Galerie Story Hotel, Berlin, (EA)
"fondo vivo", Palazzo Bentivoglio Gualtieri, Sala dei Falegnami, (EA)
"Sopravvivere al quotidiano", Fotosintesi Piacenza ´09, (GA)


2008

"Collection", Mois de la Photo Paris 2008, (GA)
"2_geteilte orte", Villa Elisabeth Berlin, Katalog MdF Berlin 2008
"2_luoghi divisi", Musei Provinciali di Gorizia, Katalog/Buch, Damiani, Bologna
"10 Sekunden Nacht", Fotografie, Installation, Galleria Magazzini Criminali, Sassuolo,
"Confini / Frontiere", Pordenone, (GA)
"personale", Galleria Studio de Bonis, Reggio Emilia, (EA)
"2_geteilte orte", Kulturhist. Museum Görlitz/Dom Kultury Zgorzelec,


2007

"10 Sekunden Nacht", Fotografien, Installation, Savignano Immagini Festival, (EA)
"2_geteilte orte”, Fotografia Europea, Ex OPG, Reggio Emilia; Katalog “le cittá / l ´europa”


2006

"artbag-project“, Settimana della fotografia Europea, Centro Internazionale Loris Malaguzzi, Reggio Emilia; Katalog „Looking at the city“, Damiani, Bologna, 2006
„Passaggi", Baustellen TAV, km 129, Reggio Emilia, (EA)


2005

„Il volto della follia - 100 anni di immagini del dolore", a cura di Sandro Parmiggiani,
Palazzo Magnani, Reggio Emilia, Gruppenausstellung, Katalog „Il volto della follia“,
„Dramatik des Alltags"“, Fotografien, Theater Görlitz, (EA)


2004

"Specie di spazio"“, Fotografien, Officina delle Arti, Reggio Emilia, (EA)
"VEB Backhefe - Wunden der Zeit"“, Fotografien v. verlassenen Fabrik, Görlitz, (EA)



MESSETEILNAHMEN
2019

art KARLSRUHE mit Galerie Filser & Gräf, München


2018

art KARLSRUHE mit Galerie Filser & Gräf München


2017

KunstMitte 2017, Messe für zeitgenössische Kunst, Magdeburg


2011

ART.FAIR, Köln, mit Galerie Filser & Gräf, München
art KARLSRUHE, mit Galerie Filser & Gräf, München



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DANTE- Ein Bauer
Dante lebt auf dem Land in der Nähe von Reggio Emilia im Norden Italiens. Seit fast dreißig Jahren, seit dem Tod seiner Eltern, betreibt er allein einen kleinen Bauernhof, auf den er mit seinen Eltern zog, als er sechs Jahre alt war. Sein immer gleicher Alltag wird durch die Bedürfnisse der 12 Kühe und den Rhythmus der Jahreszeiten bestimmt. Dante führt die meisten seiner Aktivitäten immer noch von Hand oder mit Hilfe veralteter Maschinen aus. Er weiß nicht, was es bedeutet, im Urlaub zu sein, und er hatte in fünfzig Jahren noch nie einen Tag frei. Dante bereut seine Wahl jedoch nicht. Er schätzt die Freiheit und sein selbstbestimmtes Leben. Aber jetzt, im Alter von 64 Jahren, muss er sein Zuhause verlassen und seinen Beruf aufgeben, weil ihn die Besitzer des Hofes hinaus werfen. Der Dokumentarfilm begleitet Dante Menozzi in seinem letzten Jahr als Bauer.


PARAGONE 1 - Obstmodelle
Die Römer waren die Erfinder der ersten Obstkabinette. Sie brachten viele edle Obstsorten über Griechenland nach Gallien und Germanien.
Unter der Bezeichnung „Opotheken“ legten sie große Obstsortensammlungen an, die geschätzt und bewundert wurden.
Die heimischen Klöster sorgten für die Verbreitung dieses Kulturgutes in unsere Obstgärten.
Obstkabinette wurden in der Blütezeit der Pomologie von Ende des 18. bis Ende des 19. Jahrhunderts von bekannten und handwerklich geschickten Künstlern in Zusammenarbeit mit berühmten Pomologen ins Leben gerufen.
Diese naturgetreuen Modellfrüchtesammlungen dienten zum Vermitteln der Sortenkunde im ländlichen Obstbau.
Das ARNOLDI Obstkabinett ist eine pomologische Modellfrüchtesammlung aus Porzellan oder aus Porzellankompositionsmasse, die Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts von thüringischen Künstlern in Elgersburg hergestellt wurde.
Diese Sortensammlung wurde von Heinrich ARNOLDI, Gotha, herausgegeben.
Die Naturtreue der Modelle in Form und Farbe wurde von ARNOLDI durch die enge Zusammenarbeit mit den besten Pomologen dieser Epoche (u.a. LUCAS, OBERDIECK, KOCH und TRAPP) ständig verbessert.
Das Museum der Natur in Gotha beherbergt heute eine Sammlung von 353 Sorten des 150 Jahre alten ARNOLDI Obstkabinetts. Dieses bestand aus insgesamt 455 Obstsorten, die von 1856 bis 1899 produziert wurden.
Diese wertvolle Sammlung gilt heute weltweit als einzigartig. (Text: Klaus & Dr. Ute Schuh)
Kai-Uwe Schulte-Bunert verleiht diesen Pflanzen- und Obstmodellen in seinen ästhetisch formalen Fotografien eine neue, lebendige Identität uns schärft unseren Blick für das Wesentliche, ohne jedoch das zarte Gefühl für die Schönheit der Natur in einem nur durch Licht, Objekt und Fläche bestehenden Bildinhalt vermissen zu lassen.

PARAGONE 2 - Blütenmodelle
Der schlesische Pharmazeut Carl Leopold Lohmeyer (1799-1873) verkaufte im Jahr 1855 seine Apotheke in Neisse, dem heutigen Nysa in Polen und wandte sich wieder seiner Lieblingswissenschaft, der Botanik, zu. Angeregt von Professor Ferdinand Julius Cohn (1828-1898) fertigte er in modellhafter Nachbildung von 1866 bis 1869 mehr als 300 dieser „Lohmeyerschen Pflanzenmodelle“, die er der Universität am Zwinger in Breslau vermachte.
Lohmeyers Modelle waren zum Teil zerlegbar und demonstrierten den Blütenbau wichtiger Pflanzenfamilien, verschiedene pflanzliche Organe und Entwicklungszustände.
Robert Brendel kopiert die Lohmeyer´schen Pflanzenmodelle und lässt sie ab März 1866 von geschickten Arbeitskräften im eigenen Namen fertigen. 1869 konnte Brendel bereits 45 Blütenmodelle sowie Modelle von 10 landwirtschaftlichen, 5 Obst- und Forstgewächsen auf der internationalen Gartenbau-Ausstellung in Hamburg zeigen.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts produzierte die Firma PHYWE in Göttingen noch botanische Modelle unter der Bezeichnung „Brendel-Modell“.
Diese Modelle gelten als absolute Raritäten. Die Universität Wien besitzt eine Sammlung von sieben Modellen aus der Breslauer Produktion.
Ursprünglich stand der reine Bildungszweck der meist aus Pappmaché, Holz, Hemdstoff, Glasperlen, Federn und Gelatine gefertigten Modelle im Vordergrund. Der kunsthandwerkliche Wert wurde damals nicht berücksichtigt.
Die Modelle unterliegen einem Bedeutungswandel von naturwissenschaftlichen Demonstrationsobjekten hin zu einerseits historisch wertvollen Dokumenten der Naturvermittlung im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, und andererseits zu gesuchten Sammlerobjekten. (Text: Mag. Matthias Svojtka)
Kai-Uwe Schulte-Bunert verleiht diesen Pflanzen- und Obstmodellen in seinen ästhetisch formalen Fotografien eine neue, lebendige Identität uns schärft unseren Blick für das Wesentliche, ohne jedoch das zarte Gefühl für die Schönheit der Natur in einem nur durch Licht, Objekt und Fläche bestehenden Bildinhalt vermissen zu lassen.


"HERMANNS HAUS"

Ein Landwirt baut sich ein Haus als Alterssitz. Er stirbt kurz darauf bei einem Unfall auf dem eigenen Hof. Eine Enkelin und ihr Mann können das Haus dank eines Lottogewinns modernisieren und übernehmen. Das waren meine Eltern. Ich bin in diesem Haus aufgewachsen.

Das Haben eines Zuhauses ist etwas Konkretes, das Zuhausesein ist ein Eindruck, beide sind fragil und flüchtig.

Ich begegne der Ambivalenz des Themas aus zwei Richtungen. Form und Inhalt überschneiden sich.

1)Vor Ort. Fotos, die ich im Umfeld des Hauses aufgenommen habe, Blüten eines von meinem Vater im Garten gepflanzten Baumes, meine eigene Frau und Tochter am Fluss.

2)Archiv. Ein im Raum schwebendes Haus, das ich aus den originalen Bauquittungen von 1938 nachgebaut habe; ein Foto des Erbauers; Dinge, die mit dem Haus in Verbindung stehen; der Beleg des Lottogewinns; die Brille meiner Großmutter; die Familienbibel; der Einrichtungsplan meiner Eltern; alte Grundbuchauszüge, ...


DIE TIEFE DER RÄUME
Auf einmal wird es still. Kein Windhauch, kein entferntes Geräusch, nicht einmal das Summen eines Insekts. Keine Bewegung, kein Lebewesen unterbricht die schon fast beklemmende Stille. Das Abgebildete erscheint in Kai-Uwe Schulte-Bunerts Fotografien immer schon still gestanden zu haben, noch bevor es durch den Auslöser fixiert wurde.

Es sind bekannte, vertraute Dinge die wir in diesen Fotografien entdecken. Und dennoch wirken sie, obwohl wir sie nie und doch immer schon gesehen haben, in ihrer Statik und ihrem funktionslosen Dasein fremdartig leer. Die in homogenes Licht getauchten Gegenstände vermitteln auf Grund ihrer Farbreduktion eine transparente Licht- und Schattenlosigkeit und erzeugen auf diesem Wege eine befremdliche Zeitlosigkeit, in denen alles zu allem beziehungslos erscheint.

Die Dinge scheinen lediglich der Strukturierung des Raumes - der Komposition zu dienen. Sie sind nur Gerüst mit einer rätselhaften Bestimmung. Und doch haben sie eine elementare Bedeutung. In diesen Oasen für unsere Sinneswahrnehmungen lenken diese Dinge beruhigend unseren Blick, geben ihm Halt. Es sind Bilder, die auf der Suche nach Symmetrie und Ordnung sind. Eine Suche die ein jeder von uns in sich trägt. Somit entsteht eine machtlose Sehnsucht einen Zugang zu finden zu diesen Orten der Ruhe - in einer rasenden Welt der Fülle.

Wir sehen Ruinen die den Verfall bezeugen. Rastende Baustellen die vom Traum des Aufbruchs sprechen. Hauswände ohne Fenster, leere Straßen ohne Menschen. Doch diese Fotografien dokumentieren nicht, sie sind vielmehr Ausdruck eines Gefühls. Die Bilder zeigen keine Vergangenheit, keine Gegenwart oder Zukunft. Es ist kein flüchtiger Moment der für die Nachwelt festgehalten worden ist. Es ist der Versuch die Abwesenheit selbst darzustellen. Die Leere in und um uns zu zeigen. Die von allen gekannten und doch von allen vergessenen Dinge des Lebens. In unserer Rastlosigkeit übersehen.

Manchem drängt sich die Frage auf ob diese Räume und Plätze in ihrer zeitlosen, schattenlosen und verlassenen Existenz wiederbelebt werden können? Die Frage sollte vielmehr heißen: ob sie überhaupt wiederbelebt werden wollen?
Sabrina Duchow - Kunsthistorikerin M.A.
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Kai-Uwe Schulte-Bunert

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DANTE - Ein Bauer

Ein Langzeit-Mulitmedia-Projekt 2018-2021 von Kai-Uwe Schulte-Bunert

Vernissage:
Samstag, 21. Januar 2023 um 18:00 Uhr
Ausstellung:
Mo, 23. Januar 2023 bis Sa, 18. Februar 2023
Ausstellungsort:
Galerie Filser & Gräf | Galeriestr. 6 | 80539 München



Die eindrucksvolle Installation aus Fotografien von Kai-Uwe Schulte-Bunert und sein Dokumentarfilm „Not a single Day“, dokumentiert die Geschichte von Dante Menozzi, einem der letzten Protagonisten einer tradierten bäuerlichen Welt und seinen existenziellen Widerstand gegen die Veränderungen durch die groß angelegte Agroindustrie.

Nachdem sich Dantes Eltern erst 1963 aus der Mezzadria, einer italienischen Form der Leibeigenschaft, befreien konnten, pachteten sie ein kleines Gehöft (Bauzeit um 1900), auf welchem sie selbständige Milchbauern wurden.

Sieben Jahre später, im Alter von 14, entschied sich Dante, auch Bauer zu werden und ist es bis heute. Er war nie verheiratet, hat keine Kinder und führt den Hof seit über 30 Jahren komplett allein. Seine Methoden sind traditionell biologisch, der größte Teil ist Handarbeit. Seine 12 Kühe haben alle einen Namen, und ihre Milch, aus der Parmesan hergestellt wird, ist die beste weit und breit. Dante hat seit fast 50 Jahren täglich zwischen 12 und 18 Stunden gearbeitet und hatte nicht einen einzigen Tag frei. Er ist mit Leib und Seele Bauer und hat seine Entscheidung nie bereut.

Der Hof blieb seit 1963 nahezu unverändert. Die Besitzer, Großbauern vom anderen Ufer des Po, haben sich nicht um dessen Erhaltung gekümmert. Jetzt allerdings sollen Ackerland, Gebäude und Stall an Investoren verkauft werden. Dantes Pachtvertrag wird nicht verlängert. Er ist gezwungen, seine Arbeit einige Jahre vor dem geplanten Ruhestand aufzugeben und das Haus, in dem er praktisch sein ganzes Leben verbracht hat, zu verlassen.

Kai-Uwe Schulte-Bunert begleitet ihn in seinen letzten Jahren als Bauer und sieht diese Arbeit als Porträt eines Menschen und als Dokument einer aussterbenden, Umwelt und Tiere respektierenden Form der Landwirtschaft, und damit indirekt einer Entwicklung, die den Menschen immer weiter von der Natur entfernt.

Zur Idee des Dokumentarfilms sagt Kai-Uwe Schulte-Bunert:
"Dieser Film ist das Portrait eines Bauern. Die Idee dazu kam mir, als ich diesen äußerst interessanten Menschen kennen gelernt habe: Er heißt Dante Menozzi und lebt im Norden Italiens.

Die besondere Persönlichkeit dieses Mannes und seine Art zu leben, zu denken und zu arbeiten, haben mich von Beginn an tief beeindruckt, und ich bin sehr schnell zu der Überzeugung gekommen, ihn und seine Welt in Form eines Films dokumentieren zu müssen.

Der Film beschreibt durch ihn hindurch eine Form des Daseins, eigentlich eine ganze Welt, die tiefe Veränderungen erlebt und in weiten Teilen im Verschwinden begriffen ist. Auch wenn der Ort des Films nur ein Bauernhof mit ein paar Quadratmetern Land ist, so steht diese kleine Realität doch exemplarisch für die Geschichte und Gegenwart nicht nur der Region, in der er spielt, der Emilia Romagna, sondern einer Art zu leben, die eine fundamentale Grundlage des menschlichen Seins darstellt."