PARIS GIACHOUSTIDIS UND TOSHIHIKO MITSUYA – “Medèn ágan – Nothing in Excess”

PARIS GIACHOUSTIDIS UND TOSHIHIKO MITSUYA – “Medèn ágan – Nothing in Excess” - Paris Giachoustidis, Toshihiko Mitsuya

Im Zentrum der Ausstellung steht die uralte delphische Mahnung „Medèn ágan“ – „Nichts im Übermaß“. Einst am Eingang des Apollon‑Tempels in Stein gemeißelt, ruft sie bis heute in Erinnerung, dass jedes Maß, jede Ordnung und jedes Wesen auf einem fragilen Gleichgewicht beruht. Wird dieses Maß überschritten, gerät das Gefüge ins Wanken – im Menschen, in der Natur, im Kosmos selbst.
Aus diesem Gedanken entfaltet die Ausstellung zwei künstlerische Perspektiven auf die Zerbrechlichkeit der Welt – und darauf, wie gerade in dieser Fragilität ihre Schönheit und Kostbarkeit liegen. Paris Giachoustidis’ Malereien spiegeln diese Idee auf der Ebene des Wissens. Inspiriert von der Astronomie und den ungelösten Rätseln des Kosmos offenbaren sie eine Spannung zwischen Erkenntnisdrang und Ungewissheit. Je mehr wir wissen, desto größer werden die Fragen – und desto unsicherer erscheint unser Wissen. Diese Spannung zwischen Erkenntnis und Ungewissheit wird in Giachoustidis’ Arbeiten sichtbar – als poetische Reflexion über das Unbekannte und die Grenzen menschlichen Verstehens.
Toshihiko Mitsuyas Skulpturen thematisieren die physische Zerbrechlichkeit unserer Welt. Aus instabilen, formbaren Materialien entstehen Strukturen, die scheinbar die Gesetze der Physik herausfordern und gleichzeitig ihre eigene Vergänglichkeit offenbaren. In ihnen spiegelt sich die Fragilität unseres Planeten, die Verwundbarkeit menschlicher Zivilisation und die ständige Bedrohung durch Naturgewalten.
Diese Ausstellung ist die erste Präsentation der bereits renommierten jungen Künstler in München und wird von der Kunsthistorikerin Tinatin Ghughunishvili-Brück kuratiert.

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