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Brave Heart - Fotografie und
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Fusion - Fotografie und
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Sea Space - Fotografie und
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The Fish - Fotografie und
1976 born in Bulgaria

Finished her studies of Economy in 2002 and worked in the family business of apparal manufacturing.
Visited Majorca in 2000, where she remains in love with and ´trapped´ by the spiritual island. Her more internal search is produced by a large emotional change in 2003, two years before her first child was born. It was when she started to add value to the creation of everything that surrounds us and the power of the human mind as observer. She starts to feel many concerns. Milanova searches, invests and fights with the finality of evolving and not touching the roof in her possible limitations to convey her vision like an artist.

She realises various studies of fashion, finalist in ´Art Jove´ 2005 with an experimental collection called ´Aisha Zaliv´. She studied photography, dance, music and image editing. Her passion for architecture and Asian philosophy drives her to further investigate human behaviour. Her first work as an artist is presented in Gallery ´La Real´ in 2008, an art video called ´Transformation´.

Between 2009 and 2011 Hristina Milanova starts to work between England and Spain, exposing in Oxford Modern Artist Gallery, Gallery La Real, and Gallery K.

In 2011 she was selected to a ´Projecte Noves Presencies del Consell de Mallorca´, where her work toured between the museums of Pollensa, Casa Cultural Can Gelabert, Museo de Alaró, Museo de Porreres, Capella de Misericordia, 2011 Room ART Madrid.

In 2012 Gerhardt Braun Gallery was inaugurated with her installation ´Movements of Light´ with the message: ´The evil has no boundaries, but the light can destroy it´.

2012 holds her first musical album of ten themes in cooperation with producer Sam Wiliams. Its base is based on the elements water and wind. Sounds that always accompany her photographic installations. A multifaceted Milanova whose feeling overcomes the technical knowledge, always searching for a relation between life and art.

2014 she shows her works the first time in Munich at the Gallery Filser & Gräf.

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"Von den fünf Elementen" von Prof. Dr. Dieter Ronte

Ihre Bilder strahlen eine große Faszination aus. Sie sind Schwarz auf Weiß oder farbig gehalten. Sie bezeichnen Erkennbares ebenso wie etwas Unbekanntes. Sie zeigen strukturelle Eigenschaften des Abgebildeten auf. Und dennoch sprechen sie von Geheimnissen, mit denen der Betrachter konfrontiert wird.

Die Bilder sind streng genommen Fotografien, die jedoch auf einer gemalten Fläche aufgetragen werden. Das Acryl auf Holz wird zum Träger der mit dem Printer aufgetragenen Fotografie. Die Künstlerin verbindet die Malerei mit der Fotografie. Die Fotografie hat ihre Unschuld verloren, die Malerei hat ihre Autonomie aufgegeben. Wenn die Fotografie früher ein Hilfsmittel für die Malerei war, so wird heute internationale die Fotografie mehr und mehr zur Malerei. Neue Medien und Techniken erlauben eine Gleichsetzung oder auch Vermischung. Die Formate sind nicht mehr die der kleinen Fotografie. Die Fotografie ist in die Dimension der Malerei hineingewachsen. Milanova ergreift diese neuen Möglichkeiten. Sie fotografiert mit der Kamera, sie bearbeitet das Foto mit dem Computer und dann lässt sie das Foto mit Hilfe des Druckers zur Malerei, zur Fotomalerei werden. Durch den gemalten Untergrund wird auch bei einer Auflagenbildung und identischer Drucklegung ein minimaler Unterschied zu sehen sein. Die Gemälde sind Fotografien mit Unikat-Charakter. Doch die Verbindung von Handwerk und Technik ist nur das Vehikel für die visuelle Gedankenwelt der Künstlerin.

In den kleineren Schwarz-Weiß-Arbeiten sind die abgebildeten Gegenstände noch erkennbar: Häuser, Mühlen usw. Immer aber sind sie aus ihrer spezifischen Lokalität herausgenommen worden. Sie zeigen keine Örtlichkeit auf. Die FotograFie isoliert den Gegenstand. Sie ist keine ‚straight fotografy‘, keine Dokumentarfotografie, die berichtet, sondern die erkennende Sicht einer bildenden Künstlerin auf die graphischen Strukturen eines nicht ungewöhnlichen Formenkonstrukts, wie wir es aus vielen Lebenssituationen kennen. Sie vermitteln Schönheiten von Details, die in der Sonne des Südens stärker hervortreten, da die Schattenbildung ausgeprägt ist. Doch die Fotos sind nicht nur verfremdet, sie haben auch keine Perspektiven im Sinne einer korrekten, bildnerischen Darstellung. Alle einzelnen Formen unterwerfen sich der Parallelität des Bildes. Sie sind zweidimensional selbst dort, wo ein Bildrelief in der dritten Dimension die Darstellung trägt.

In den großformatigen farbigen Bildern, die nach dem gleichen Prinzip wie die Schwarz-Weiß-Bilder entstanden sind, ist die Verifizierung des fotografierten Gegenstandes kaum mehr möglich. Im Computer wird die Aufnahme solange manipuliert und vergrößert, bis z. B. ein Blick in den Baum nicht mehr von Blättern und Verästelungen spricht sondern von einer weitgehend abstrakten Komposition. Doch diese ist nicht dem Informell entsprungen, sie ist nicht selbstreferentiell zu verstehen. Sie lassen vielmehr erahnen, dass hinter dem Gesehenen sich Natur verbirgt, so wie in den abstrakten Bildern von Piet Mondrian, die aus einer theosophischen Neugier heraus entstanden sind. Die Künstlerin sucht hinter den Naturformen energetische Lebensbereiche, die sie durch ihre neuen Bilder in den Alltag integriert. Damit gliedert sie sich in eigenwilliger Weise in einen historischen Dialog über Kunst und Leben eine, der heute in aller Welt wieder heftig geführt wird. Es sind die Fragen nach dem Weshalb, Woher und Wofür der bildenden Kunst.

Kunst und Metaphysik oder Kunst als Ordnungssystem, Kunst als Leben, Kunst und Schönheit oder Sublimation könnten Kriterien sein, um die Kunstwerke von Milanova zu diskutieren. Die Künstlerin kommt aber nicht aus der theoretischen Konstruktion von Malerei. Sie hat lange im Bereich von Mode und Musik gearbeitet. Dadurch bringt sie hybride Erfahrungen und Lebensweisheiten mit in die Malerei ein, die sie erst relativ rezent betreibt. Die musikalische Unterlegung der Bilder durch selbst komponierte, oder besser gesagt erfundenen und selbst gespielte Kompositionen und mit einer leisen an Wellness erinnernden Klängen sind ein Teil dieser hybriden Bildformen. Experimente mit den Bildern interessieren die Künstlerin, wenn sie mit sich farbig verändernden modernen LED-Leuchten die Aussagen der Bilder verändert. Dieses Denken in Prozessen, die sich immer weiter fortsetzen, ist ein wesentliches Agens des künstlerischen Handelns. Die Welt nicht so sehen, wie sie sich zeigt, sondern ihre Veränderungen aufnehmen, ihre Kräfte erspüren, um täglich und stündlich anders auf die Vorgaben der Umwelt reagieren zu können. Kunst ist einer der wenigen Freiräume, die eine Kreativität des Anderen ermöglicht. Der deutsche Romantiker Caspar David Friedrich ( 1774 – 1840 ) hat es in seinen Briefen und Bekenntnissen (München, 1968,S.83) so formuliert:“ Die Kunst mag ein Spiel sein, aber sie ist ein ernstes Spiel.“

To Be Space ist der Titel der letzten malerischen Produktionen: Raum werden, Raum neu definieren, Raum nutzen, mit der Umgebung, die wir kreieren in Harmonie leben, um somit Teil des Raumes zu werden. Diese Räume sind Installationen, sie beziehen sich auf Farbe und Licht, auf Energien, die eine starke Beziehung zu den fünf Elementen der alten chinesischen Philosophie aufnehmen: Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall. Diese Vermischung von europäischen Bildformen mit asiatischem Denken ist ein weiterer Beleg für ein aktuelles hybrides Denken, das zur Erneuerung unserer Welt in allen Bereichen beiträgt. Diese gilt für die modernen Energien, die Politik, die Ernährung, der Heilkunde, der bildenden Kunst, der Musik usw.

Milanova ist eine Künstlerin des 21 Jahrhunderts, die nicht mehr den Lösungsvorschlägen des vergangenen Jahrhunderts vertraut. Damals erkannte Joseph Beuys die Lage wie folgt: „Die Kunst ist in einer Krise. Alle Gebiete sind in einer Krise.“ ( J.B., Köln 1973, S.163 ). Milanova zeigt mit ihren Bildern einen möglichen Ausgang aus der Krise auf. Dazu braucht sie den Betrachter als Partner, den sie nicht nur als einen intellektuellen Mitspieler sondern als ganzen Menschen erfasst. Diese Fünf-Elemente-Lehre wirkt tief in die chinesische Philosophie und ist von Bedeutung z.B. für Shiatsu, Feng Shui, Taijiquan, Qigong usw. Sie sind ein Tor zum erweiterten Weltversehen, in dem die Kreativität ein integraler Bestandteil vom Leben ist. Die Elemente sind weniger rein stofflich zu erfassen, sondern als Kräfte, die zwischen den Materialien walten. Sie sind Bestandteil einer Naturphilosophie. In Europa sprach der griechische Philosoph Empedokles ( um 495 – um 435 v.Chr.) dagegen von einer Lehre der vier Elemente ( Erde, Feuer, Wasser Luft ). Mit der Fünf-Elemente- Lehre lassen sich die Kräfte als Wandlungsphasen, die sich wie z.B. Feuer und Wasser auch gegeneinander richten können, zu einem großen Gedankenbild formen, das auf der Fünf-Zahl basiert.

Die Künstlerin fühlt sich von dieser Gedankenwelt angezogen, weil sie sich durch sie eine neue, andere Lebensqualität verspricht. Ihre Bilder belegen diese Faszination. Doch Milanova will diese Vorstellungen nicht illustrieren. Sie zeichnet kein neues Buch der Wechsel (book of changes) oder erarbeitet Hexameter. Doch sie unterlegt ihren Bildern das Wissen um diese. Die Bildtitel bestätigen diese Nähe zum asiatischen Denken. Der chinesische Schriftsteller Lin Yutang (1895 – 1976 ) beschreibt in seinen Kunstreflexionen „Weisheit des lächelnden Lebens“ ( Stuttgart 1982, S. 421 ) über dieses künstlerische Lebensverständnis:“Kunst ist sowohl etwas Schöpferisches wie etwas der Erholung Dienendes. Von den beiden Aufgaben halte ich diejenige der Erholung, bei welcher die Kunst als reines Spiel des Menschengeistes erscheint, für die wichtigere.“ Die Bilder von Milanova sind diese spielerischen, kopfgesteuerten Emotionen. Die Künstlerin verdeutlicht, dass sie nach dem verlassen ihre Geburtslandes in der Sonne Mallorca eine neues Bild vom Leben entwirft, das sich nicht als die Fortsetzung oder Sprengung von Tradition versteht, sondern als eine neues freiheitliches Lebensgefühl. Dieses setzt sie in gesteigerte, intensive Empfindungen aller Sinne um.
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CONEXIÓN - Hristina Milanova und Martin Mas

Vernissage:
Freitag, 25. Juli 2014 um 19:00 Uhr
Ausstellung:
Sa, 26. Juli 2014 bis Sa, 06. September 2014
Ausstellungsort:
Galerie Filser & Gräf, Hackenstr. 5, München



Über die Sommermonate zeigt die Galerie Filser & Gräf zwei Künstler, die derzeit auf Mallorca ihren Wohn- und Arbeitsort haben.

Hristina Milanova (*1976 in Bulgarien) entwickelt ihre Fotografien auf
gemalte Untergründe und verbindet auf diesem Wege ihren inhaltlichen Ansatz auch in der Auswahl der Medien.

Der Bildhauer Martin Mas (*Uruguay) lotet in seinen Skulpturen, vornehmlich aus Bronze und Aluminium, Fragilität, Harmonie und Dimensionen aus und weckt auf Grund der fließenden Formgebung die Assoziation der Lebendigkeit.