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mit dem Künstlerkollektiv
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- mit hb lankowitz - aus der
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- mit hb lankowitz - aus der
KURZBIOGRAFIE
1955 geboren in Maria Lankowitz - Austria
5-jährige Photoakademie - Graz

AUSSTELLUNGEN / AUSWAHL
2016

Gedok, Kunstverein München
Ausstellung im Salon Maierlankowitz
Occurence - Ein künstlerisches Experiment


2015

"In the Mood", DHH-Doppelhaushälfte, Ausstellung zur OPEN ART, Galerie Filser & Gräf, München
"Accrochage", Gruppenausstellung, Galerie Filser & Gräf, München
"Für Oma Elsie" - 84 GHZ, München
The Three, The Wars, The Refugees, Corleone Bar für Kunst & Kultur
Winterhirsch - Galerie Creative Mind, München


2014

Artist in Residence - Sankt Christoph
Künstlerhaus Graz. - Camera Obscura
Ausstellung Gallereie GEDOK -Winterhirsch
Atelierförderung des Freistaates Bayern


2013

Kunstarkaden München - NoBody
Centro de Arte contemporaneo Quito. -NoBody 
Galerie Filser & Gräf München - Endstadion Sehnsucht
Kulturwerkstatt Fürstenfeldbruck – NoBody#2


2012

Schloß Dachau - o.T.
AtelierK Judenburg - HAPPY HOUR


2011

RAW München - Rabies in space
Platform3 Futures München – dust
Galerie im Grazer Rathaus - Rabies in space, dark&night
Galerie Filser & Gräf München - plasma


2010

Stadtmuseum Graz - Hertz
Off-Space München - Anleitung auf der Innenseite
Photobiennale Thessaloniki - Places


2009

Künstlerhaus Graz - Monument for victims


2008

MAK Gera - Bilder aus den Tiefen


2006

ESC im Labor Graz – leatitias idee
Lebensraum Kunst Hohenbrunn. –Ungekuesst sollst du nicht schlafen gehen


2005

Galerie Damensalon Berlin - Fleissige Helfer



MESSETEILNAHMEN
2016

art.KARLSRUHE, mit dem Künstlerkollektiv Doppelhaushälfte, Galerie Filser & Gräf, München



SAMMLUNGEN
Stadt Graz - Ankauf von `Rabies in space`
Museum moderner Kunst in Gera - Ankauf
der Arbeit `Bilder aus den Tiefen`

FÖRDERUNGEN
2013

Bayerischer Atelierförderpreis für bildende KünstlerInnen
Lfa Förderbank Bayern & KulturSteiermark - Katalogförderung


2012

Atelierförderung des Freistaates Bayern
Artist in Residence Aufenthalt in Judenburg


2011

Referat für Arbeit und Wirtschaft in München finanzierte die Ausstellung `Rabies in space`

 
2010

Aufenthalt in Mexico City, Umsetzung von `Monument for victims`
Einladung vom Österreichischen Kulturforum in Mexiko - Unterstützung durch BMUKK und KulturSteiermark
Finanzierung des Beitrages `Places` auf der Fotobiennale in Thessaloniki durch das BMUKK
OffSpace -Finanzierung durch die Stadt München 






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Sehnsucht ist nach dem Grimm’schen Wörterbuch „ein hoher Grad eines heftigen und oft schmerzlichen Verlangens nach etwas, besonders wenn man keine Hoffnung hat, das Verlangte zu erlangen, oder wenn die Erlangung ungewiss, noch entfernt ist.“ (Grimm & Grimm, 1854/1984).
Dieses ambivalente Gefühl der Sehnsucht knüpft sich auch heute noch teils an romantische Vorstellungen, denen zugleich ein Leidensbezug innewohnt.

Aus der Jetztzeit hinaus widmet sich das Künstlerkollektiv hb lankowitz (Brigitta Reuter und Hubert Hasler) in der aktuellen Ausstellung dem Motiv der Sehnsucht. Ihre fotografischen Untersuchungen verwehren sich jedoch jeglicher verklärenden Romantik. Sie eröffnen vielmehr Blicke auf „Endstationen“ der Sehnsucht, auf periphere Orte und Zustände unserer Gesellschaft, die Spiegel gescheiteter Wünsche sind. Dabei entsagen sie sich eines reinen Dokumentarismus, gehen über das Erkennen hinaus und eröffnen subjektive Sichten.

Die Serie „Lampedusa“ (2011), für die die Künstler auf die italienische Insel zwischen Tunesien und Sizilien reisten, transportiert Verweise auf Sehnsüchte von Flüchtlingen aus Afrika und thematisiert zugleich europäisches Streben nach Abschottung. Auf der Flucht vor Krieg und Armut gilt das italienische „Lampedusa“ für viele Menschen, die über das Wasser kommen, als eine Insel der Hoffnung und als Tor nach Europa. In Realität gleicht sie jedoch vielmehr einer Festung: steile Klippen, überfüllte Auffanglager, eine Atmosphäre der Ablehnung und die drohende Abschiebung bestimmen das Leben der Flüchtlinge auf der Insel. Die Künstler zeigen diese Realität nicht explizit, sondern fixieren vielmehr Spuren gescheiterter Sehnsüchte. Sie zeigen beispielsweise einen Schiffsfriedhof, auf dem sich Wracks der Flüchtlingsboote türmen und zu einer Erinnerungsskulptur, zu einem unbeabsichtigten Denkmal angewachsen sind.

Ähnliche erscheinen auch die „Burgen Transit-Behausungen“ (2010) wie temporäre Skulpturen aus Steinen und Strandgut. Sie entpuppen sich jedoch als Behausungen, in denen Flüchtlinge leben. In den scheinbaren Provisorien tauchen Verweise auf bleibende Architektur auf, Fensterkreuze und Zäune erzählen von einem Transit, einer Situation, die als Übergang gedacht war, jedoch schon lange anzuhalten scheint. Abgründe europäischer Flüchtlingspolitik entlarven auch die Bilder der Saualm, eine „Sonderbetreuungsanstalt für mutmaßlich kriminelle Asylbewerber“ in Österreich. Auf einem sanften Almrücken, in völliger Abgeschiedenheit werden Asylbewerber, die kleinerer Strafdelikte beschuldigt wurden, unter widrigen Bedingungen untergebracht. Die Saualm gilt als Sinnbild für den problematischen Umgang der Österreichischen Regierung mit Asylbewerbern. In einsamer Bergidylle und romantisch anmutender Landschaft werden die Missstände und Teile unserer Gesellschaft den Blicken der Allgemeinheit entzogen.

Diese fotografische Spurensuche an den Abgründen europäischer Flüchtlingspolitik und gescheiterter Sehnsüchte, brechen die Künstler in der Ausstellung durch subjektive, teils expressive Arbeiten, wie beispielsweise einer Porträtserie, in der sich die abgebildeten Personen aufzulösen scheinen. Das Abgebildete, der Mensch, befindet sich in einem Schwebezustand zwischen Konstruktion und Dekonstruktion, das Porträt als Genre, in dem sich auch die Sehnsucht nach Identität transportiert, befindet sich in völliger Auflösung.

Die Serie „Tränen“ dringt leiser in individuelle Bereiche ein: Stofftaschentücher, intimes, nur noch selten genutztes Relikt einer Vergangenheit und Verweis auf Abschied und Tränen, öffnet beim Betrachten eine persönliche Erinnerungswelt. Es ist eine zerbrechliche Welt, deren Intimität ein wenig an die zuvor beschriebenen „Burgen Transit-Behausungen“ erinnert.

Die Zerbrechlichkeit der Sehnsüchte inszenieren die Künstler zusätzlich durch die Präsentation ihrer Arbeiten, gerahmt, jedoch ohne Glas. Das Bild rückt näher an den Betrachter heran. Es gewinnt durch die Nähe an Stärke und wird zugleich Verletzlichkeit und der Ausstellungsgang wird zu einer ambivalenten Erfahrung, ähnlich des ambivalenten Gefühls der Sehnsucht.
Greta Hoheisel
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Doppelhaushälfte - In the mood

Vernissage:
Freitag, 11. September 2015 um 18:00 Uhr
Ausstellung:
Sa, 12. September 2015 bis Sa, 17. Oktober 2015
Ausstellungsort:
Galerie Filser & Gräf, Kunstdepot, Wilhelm-Riehl-Str. 11-13, 80687 München



Im Rahmen der OPEN ART 2015, www.openart.biz

Einführung: Dr. Elisabeth Hartung, München

Video: Doppelhaushälfte von Florian Stielow


Mit ihrer ersten gemeinsamen Werkreihe "In the mood" bezeichnet das Künstlerkollektiv DOPPELHAUSHÄLFTE die Mehrdeutigkeit ihrer künstlerischen Aussage.

Die SW-Fotografien der Camera Obscura von Brigitta Maria Lankowitz erzählen Geschichten von ruhigen Momenten des Seins der Dinge und finden durch die malerisch abstrakte Ästhetik von Christa Filser die Fortführung dieser Stimmung in eine erweiterte Dimension der Wahrnehmung und Phantasie.

Die malerische Expression der Farbe gibt der SW-Werkreihe vollkommen neue sinnliche Wahrnehmungs- und Interpretationsinhalte.

Ausstellungsansichten